Inklusionsfortbildung: Praxistipps vom ADHS-Experten für besseren Unterricht

Kawa_InklusionSchü­ler, die nicht still­sit­zen kön­nen, im Unter­richt plötz­lich auf­sprin­gen, Auf­ga­ben und Mate­ria­li­en ver­ges­sen oder den Unter­richt durch stän­di­ges Hin­ein­ru­fen stö­ren – Unter­richts­all­tag in der Schu­le. Nicht erst seit der Inklu­si­on stel­len hyper­ak­ti­ve Kin­der ihre Leh­re­rin­nen und Leh­rer, aber auch ihre Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler, täg­lich vor Her­aus­for­de­run­gen.

In einem humor­vol­len Vor­trag, der für den ver­gan­ge­nen Sams­tag, den 11. Juni 2016, von TWI­Ne­vents mit der Gesamt­schu­le Peters­ha­gen als Ver­an­stal­tungs­ort orga­ni­siert wor­den war, bot Prof. Dr. h. c. Hans Bie­gert (Grün­der der HEBO-Schu­le) vie­le Pra­xis­tipps für Leh­re­rin­nen und Leh­rer.

Gesamtschule Petershagen_Prof. Biegert gibt Tipps fuer die PraxisDer ADHS-Exper­te plä­dier­te für „Ermu­ti­gung statt Ent­mu­ti­gung“ und for­der­te gleich­zei­tig dazu auf, zuver­läs­si­ge Gren­zen und Regeln zu set­zen und vor­zu­ge­ben, um Ori­en­tie­rung zu gewähr­leis­ten. Wich­tig sei es, die­sen „impul­si­ven“ Kin­dern „Hil­fen auf­zu­zei­gen und Zuver­sicht zu ver­mit­teln“, weil sie in der Regel ein nega­ti­ves Selbst­kon­zept hät­ten. Bie­gert weiß: „Nicht die Lern- und Ver­hal­tens­be­son­der­heit eines Kin­des ist das Pro­blem, son­dern wie wir in der Schu­le damit umge­hen!“

Das Fazit unse­rer teil­neh­men­den Päd­ago­gen war ein­deu­tig: Der Vor­trags­red­ner habe sie zum Nach­den­ken über das eige­ne päd­ago­gi­sche Han­deln ange­regt und die Atmo­sphä­re an unse­rer Schu­le, die an die­sem Tag maß­geb­lich von der Schü­ler­fir­ma im ein­ge­rich­te­ten Fort­bil­dungs­ca­fé mit­ge­prägt wur­de, habe die Ver­an­stal­tung zu einem ange­neh­men Erleb­nis gemacht.

Das Team der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Peters­ha­gen