Einschulung an der Gesamtschule Petershagen am 04. August 2012

Begrü­ßungs­re­de der Stu­fen­ko­or­di­na­to­rin der Sekun­dar­stu­fe I, Frau Rit­ter, an die neu­en Sie­bent­kläss­ler und deren Eltern:

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler, sehr geehr­te Eltern, lie­be Kol­le­gen und Gäs­te!

Ich begrü­ße euch und Sie herz­lich an der Gesamt­schu­le Peters­ha­gen. Vie­le von euch Schü­lern habe ich im Lau­fe des ver­gan­ge­nen Schul­jah­res schon ken­nen ler­nen dür­fen – als ihr euch euren Weg in unse­re Schu­le geeb­net habt, so ähn­lich wie zwei Jun­gen, von denen ich euch kurz erzäh­len möch­te.
Es war im Win­ter und es ist schon eine Wei­le her. Über Nacht hat­te es stark geschneit, und die gan­ze Land­schaft lag unter einer dicken Schnee­de­cke. Juli­an und Tom wet­te­ten mit­ein­an­der, wer zuerst in mög­lichst gera­der Linie über das gro­ße ver­schnei­te Feld das Schul­tor errei­chen wür­de.

Das ist ja ein­fach!“, sag­te Tom und stapf­te drauf los. Er schau­te immer auf den Boden und kon­zen­trier­te sich auf sei­ne Schrit­te. Er ach­te­te dar­auf, dass er einen Fuß immer mög­lichst gera­de nach den ande­ren setz­te. Als er dann den hal­ben Weg geschafft hat­te, blick­te er zurück und konn­te es nicht glau­ben: Sei­ne Spur lief in einer gro­ßen Zick­zack­li­nie durch den Schnee. Als er dann nach vorn schau­te, merk­te er, dass er die Rich­tung stark ändern muss­te, damit er das Schul­tor noch erreich­te. Dann hör­te er Juli­an, der sich vor lau­ter Lachen zer­ku­gel­te.

Mach es doch bes­ser, wenn du kannst!“, rief er ihm zu. Juli­an stapf­te drauf los. Den Blick immer auf das Schul­tor gerich­tet, stieg er durch den Schnee, bis er sein Ziel erreicht hat­te. Sei­ne Spur über die gro­ße Wie­se zum Schul­tor ver­lief schnur­ge­ra­de.

Tom hat an die­sem Mor­gen gelernt, dass wer das Ziel nicht aus den Augen ver­liert, es in kür­zes­ter Zeit errei­chen wird, ohne dass er vom Weg abkommt, so wie ihr euer Ziel erreicht habt, an unse­rer Schu­le auf­ge­nom­men zu wer­den.

Und so etwas wie es Tom und Juli­an an die­sem Win­ter­mor­gen pas­siert ist, kann man auch jeden Tag im Klas­sen­raum erle­ben:
Wenn ihr zum Bei­spiel denkt: „Die­se Mathe­auf­ga­be ver­ste­he ich nie­mals!“, dann ver­steht ihr sie viel­leicht wirk­lich nie. Denn dann ver­sucht ihr es erst gar nicht, weil ihr viel zu ner­vös seid.

Oder wenn ihr beim Sport denkt: „Den Ball fan­ge ich nie­mals!“, dann könnt ihr ihn auch nicht fan­gen, weil ihr Angst davor habt.

Aber die­se Metho­de funk­tio­niert zum Glück auch umge­kehrt – glaubt mir, ich habe es schon oft aus­pro­biert: Wenn ihr ganz fest dar­an glaubt, dass ihr etwas könnt, wenn ihr das Ziel fest im Blick behal­tet, dann gelingt es euch auch meis­tens. Also sagt euch: „Die­se Rech­nung kna­cke ich ganz bestimmt!“, oder „Die­sen Ball schnap­pe ich mir jetzt!“ Und ihr wer­det sehen: Es klappt! Denn wenn ihr euch selbst etwas zutraut und kei­ne Angst habt, dann könnt ihr – fast – alles schaf­fen.

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler, ich bin über­zeugt, ihr alle wer­det eure Sache hier gut machen. Ich wün­sche euch einen klas­se Start und viel Erfolg an unse­rer Gesamt­schu­le Peters­ha­gen.