Beim Praxislernen über die Schulter geschaut — Teil II Klasse 8 c und d

In der Woche vom 12. – 16. Okto­ber 2015 waren unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen 8 c und d zum Pra­xis­ler­nen in Fürs­ten­wal­de.

Hier, in den Werk­stät­ten unse­res Trä­gers, sol­len die Jugend­li­chen in ver­schie­de­nen Berei­chen ers­te prak­ti­sche Erfah­run­gen sam­meln, um zu erken­nen, wel­che Bega­bun­gen in ihnen ruhen. Jede Grup­pe durch­läuft dabei eine Abtei­lung für zwei Tage, sodass jeder die Mög­lich­keit hat sich in zwei ver­schie­de­nen Berufs­fel­dern aus­zu­pro­bie­ren.

Nach kur­zer Vor­stel­lung der Bereichs­lei­ter wur­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Grup­pen auf­ge­teilt. Zur Aus­wahl stan­den in die­ser Woche Büro, Elek­tro und CNC,  Holz- und Metall­ver­ar­bei­tung, Gestal­tung, Haus­wirt­schaft sowie Raum­aus­stat­ter.

Im Büro bekam jeder sei­nen eige­nen PC-Arbeits­platz. Hier ver­such­ten sich die Schü­ler im visu­el­len Bereich mit der Erstel­lung von digi­ta­len Gruß- oder Visi­ten­kar­ten. Zum Abschluss konn­te sich jeder sei­nen eige­nen bebil­der­ten Kalen­der zusam­men­stel­len.

In der Elek­tro­ab­tei­lung haben unse­re Jugend­li­chen eine pneut­ma­ti­sche Schal­tung mit der Wir­kungs­wei­se eines asyn­chro­nen Mul­ti­vi­bra­tors (eine Kipp­stu­fe wie z.B. bei einer wech­sel­sei­ti­gen Blin­ker­schal­tung) auf­ge­baut.

Bei CNC, was über­setzt und aus­ge­spro­chen „Com­pu­ter­ge­stütz­te nume­ri­sche Steue­rung“ bedeu­tet, haben die Schü­ler einen Suma-Wür­fel aus Holz erstellt.

Bei der Abtei­lung Holz­ver­ar­bei­tung kamen Säge und Pfei­le zum Ein­satz. Im Ergeb­nis ent­stand ein Holz­ele­fant, der auch noch nach Lust und Lau­ne ange­malt wer­den konn­te.
Herr Joch­mann, unser WAT-Leh­rer, zeig­te dann auch noch einen klei­nen Trick aus der Phy­sik mit dem man ein Mes­ser allein mit­hil­fe eine Zoll­stocks zum Ste­hen brach­te. Da staun­ten unse­re Schü­ler aber nicht schlecht.

Bei der Metall­ver­ar­bei­tung stan­den neben Sägen und Pfei­len här­te­rer Mate­ria­li­en auch Arbei­ten wie die Bema­ßung sowie das Anrei­ßen und Kör­nen an. Ziel der Arbei­ten war es, einen Metall­ker­zen­stän­der her­zu­stel­len.
Auch hier zeig­te Herr Joch­mann wie­der Ein­satz und unter­stütz­te bei Fra­ge­stel­lun­gen.

In der Abtei­lung für Gestal­tung hat­ten die Schü­ler als Auf­ga­be aus ver­schie­de­nen Mate­ria­li­en in einer Box ihr Wunsch­zim­mer zu bas­teln. Der Krea­ti­vi­tät konn­te hier­bei frei­en Lauf gelas­sen wer­den.

In der Haus­wirt­schaft wur­den Plin­se gemacht und Kek­se geba­cken. Dane­ben stand auch Gemü­se schnei­den auf dem Plan, denn mit irgend­et­was Fri­schem soll­te die selbst­ge­mach­te Piz­za schon belegt sein. Außer­dem stan­den Bügeln und Knöp­fe ann­nä­hen an der Tages­ord­nung. Wer woll­te, konn­te sich sogar kaput­te Klei­dungs­stü­cke von zu Hau­se mit­brin­gen und sich dar­an ver­su­chen.

Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei den Raum­aus­stat­tern haben sich in ver­schie­de­nen Stich- und Näh­tech­ni­ken ver­sucht. Auch Repa­ra­tur­ver­su­che an klei­ne­ren Gegen­stän­den wie Pols­tern wur­den hier flei­ßig erprobt.

Für alle war dies eine erfah­rungs­rei­che Woche. Und viel­leicht hat der ein oder ande­re nach die­ser Pra­xis­lern­wo­che sogar schon kon­kre­te­re Berufs­wün­sche ent­wi­ckelt. Oder weiß jetzt zumin­dest, in wel­chem Bereich er spä­ter ein­mal nicht tätig sein möch­te.