Gesamtschule Petershagen goes international again

Seit vie­len Jah­ren arbei­tet unse­re Schu­le auf ver­schie­de­nen Ebe­nen inter­na­tio­nal. Ein gro­ßer Teil unse­res Schul­le­bens vor der Pan­de­mie waren Aus­tausch­pro­gram­me mit ver­schie­de­nen Län­dern. Nun neh­men unse­re Pro­jek­te wie­der Fahrt auf.

Zusam­men­ar­beit mit Austauschorganisationen 
Die Pro­gram­me „Ger­man Lan­guage School Ber­lin“ und „Youth for Under­stan­ding“ sind seit vie­len Jah­ren fes­te Part­ner in unse­rer inter­na­tio­na­len Arbeit. Mehr als 20 Jugend­li­che aus aller Welt haben in die­sem Rah­men bei uns bereits die Schu­le besucht. 
Zum Schul­start 2022/23 begrüß­ten wir am 22. August Gäs­te aus Bra­si­li­en und Mexi­ko, die bei uns ein Jahr die Schu­le besu­chen werden.

Zusam­men­ar­beit mit der Deut­schen Schu­le in Are­qui­pa, Peru 
Letzt­ma­lig im Jahr 2020 besuch­ten Schü­le­rin­nen Schü­ler aus Are­qui­pa unse­re Gesamt­schu­le und nah­men hier für zwei Mona­te am Unter­richt teil. Unter­ge­bracht waren die Jugend­li­chen in Fami­li­en unse­rer Jugend­li­chen und lern­ten so, wie Deut­sche leben und arbeiten. 
Eine Neu­auf­la­ge des Aus­tau­sches ist für Oktober/November die­ses Jah­res geplant. Der­zeit suchen wir Gast­fa­mi­li­en für acht perua­ni­sche Jugend­li­che. Die unter­brin­gen­den Fami­li­en haben dann die Mög­lich­keit, ihre Kin­der ihrer­seits für eini­ge Wochen nach Peru zu schicken.

Neue Schu­le für ukrai­ni­sche Jugendliche
Wir hel­fen dabei, ukrai­ni­schen Jugend­li­chen eine neue schu­li­sche Per­spek­ti­ve zu geben. Der­zeit ler­nen zehn Jun­gen und Mäd­chen aus der Ukrai­ne in ver­schie­de­nen Jahr­gangs­stu­fen an unse­rer Gesamt­schu­le. Die Sprach­bar­rie­re wird dabei zuneh­mend gerin­ger, auch weil unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sich als welt­of­fen und hilfs­be­reit erwie­sen haben.

ERAS­MUS-Aus­tausch mit dem Cole­gio Zola in Madrid
Im Rah­men unse­res Pro­jek­tes „Green Visi­ons“ (Nach­hal­ti­ge Beru­fe in einer moder­nen Welt) koope­riert unse­re Gesamt­schu­le mit dem Cole­gio Zola. Die am Pro­jekt teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler beschäf­ti­gen sich mit dem Arbeits­markt und der zuneh­men­den Not­wen­dig­keit, nach­hal­tig zu leben und zu arbei­ten. Im Zuge des Pro­jekts soll eine Daten­bank ent­ste­hen, die die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten eines nach­hal­ti­gen Berufs­le­bens doku­men­tie­ren wird. 
Im Sep­tem­ber 2022 wer­den die spa­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­re Schu­le besu­chen, der Ter­min für den Gegen­be­such wird der­zeit vereinbart.

Nach­bar­land Polen
Das Deutsch-Pol­ni­sche Jugend­werk unter­stützt unse­re Schu­le beim Kon­takt­auf­bau mit einem Lyze­um in Polen. Auch hier soll das Pro­jekt „Green Visi­ons“ eine Rol­le spie­len. Ins­be­son­de­re die Berei­che Land­wirt­schaft und Trans­port sind von gro­ßem Inter­es­se. Die Pol­nisch-Grup­pe unse­rer Schu­le hat bereits begon­nen, sich in das The­ma einzuarbeiten.

Going Green“ mit der Ame­ri­ka­ni­schen Botschaft
„Going Green“ ist ein trans­at­lan­ti­sches Blen­ded-Lear­ning-Pro­jekt der US-Bot­schaft in Ber­lin, in des­sen Rah­men deut­sche und US-ame­ri­ka­ni­sche Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Hil­fe digi­ta­ler Medi­en an umwelt­po­li­ti­schen The­men arbei­ten und mit ihren Pro­jekt­ideen an einem Wett­be­werb teil­neh­men können.
Unse­re Gesamt­schu­le hat bereits zuvor am Pro­gramm teil­ge­nom­men und plant auch in die­sem Jahr, im Rah­men der Frei­ar­beit und in der Ein­füh­rungs­pha­se zum Abitur, Ideen für ein nach­hal­ti­ge­res Leben zu ent­wi­ckeln und zu präsentieren.

Inter­na­tio­na­les Lehrerteam
Welt­of­fen­heit zeigt sich an unse­rer Schu­le nicht nur in der Schü­ler­schaft und in Unter­richts­pro­jek­ten, son­dern auch in der Diver­si­tät des Leh­rer­teams. Unse­re Schü­ler wer­den von Mit­ar­bei­tern aus aller Welt unter­rich­tet, z.B. Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en, Russ­land, der Ukrai­ne, Däne­mark, Kroa­ti­en, Ser­bi­en, um nur eini­ge zu nen­nen. Eine bes­se­re Mög­lich­keit, ver­schie­de­ne Sicht­wei­sen ken­nen­zu­ler­nen und Spra­chen zu erler­nen, kann es an einer Schu­le kaum geben.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin

Youth For Understanding

Petershagener Gesamtschüler leistet 14 Tage Freiwilligendienst in den USA

In den USA ist Vol­un­tee­ring ein dau­er­haf­ter Teil des gesell­schaft­li­chen Lebens. Vol­un­te­ers, d. h. Frei­wil­li­ge, wer­den in Schu­len, Tier­hei­men, Alten­hei­men, Büche­rei­en, für Nach­mit­tags- oder Som­mer­pro­gram­me für Kin­der usw. gesucht. Dabei sind die Frei­wil­li­gen nicht nur ame­ri­ka­ni­sche Staats­bür­ger, son­dern kön­nen durch­aus auch deut­sche Schü­ler sein, die einen ers­ten oder mitt­le­ren Schul­ab­schluss anstreben.

USA for you

Mit „USA for you“ rei­sen die Schü­ler in einer Grup­pe von 15 Jugend­li­chen in die USA, leben in einer US-ame­ri­ka­ni­schen Gast­fa­mi­lie, enga­gie­ren sich vor Ort in gemein­nüt­zi­gen Pro­jek­ten, haben die Gele­gen­heit für gemein­sa­mes Sight­see­ing und Frei­zeit in der Grup­pe und neh­men an einem beglei­ten­den Eng­lisch-Sprach­kurs teil. 
USA for You wird finan­ziert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi), der Robert Bosch Stif­tung sowie der US-Bot­schaft. Die­se För­de­rer über­neh­men alle Kos­ten (inkl. Flug) […]”. (Quel­le: Web­sei­te von Youth For Unter­stan­ding)

Alles, was ein inter­es­sier­ter Schü­ler tun muss, ist sich bewer­ben und sich dann den Aus­wahl­ge­sprä­chen in deut­scher und eng­li­scher Spra­che stel­len. Genau das tat Mar­vin Lihán, Schü­ler der Klas­se 10d unse­rer Gesamt­schu­le Petersha­gen, mit Hil­fe sei­ner Eng­lisch- und Klas­sen­leh­re­rin und sei­ner Eltern. Mar­vins Enga­ge­ment zahl­te sich aus – er erhielt einen der begehr­ten Rei­se­plät­ze und flog mit einer Grup­pe von Jugend­li­chen aus Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern nach Michi­gan in die USA.

Marvin als Voluteer in Michigan

Mar­vins vier­köp­fi­ge Gast­fa­mi­lie nahm ihn herz­lich auf, beson­ders die bei­den klei­nen Töch­ter der Fami­lie freu­ten sich über den „Kurz­zeit­bru­der“. Kaum ange­kom­men, ging es auch schon in die Frei­wil­li­gen­pro­jek­te, um dem Prin­zip des Vol­un­tee­ring vom ers­ten Tag des Auf­en­halts an Rech­nung zu tra­gen. Die Jugend­li­chen arbei­te­ten auf der Com­mu­ni­ty Farm von Ann Arbor, in einem Thrift Shop (einer Art Klei­der­la­den für Bedürf­ti­ge), für die Food Gathe­rers (ver­gleich­bar mit der Tafel in Deutsch­land), im Com­mu­ni­ty Gar­den „Gro­wing Hope“ und in der Neu­tral Zone (einer Art Jugend­club). Es gab viel Gele­gen­heit, mit den Ein­hei­mi­schen in Kon­takt zu tre­ten und damit einen ein­zig­ar­ti­gen Ein­blick in die Kul­tur der Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu erhalten.

Neben der Arbeit hat­te Mar­vin mit sei­ner Rei­se­grup­pe auch die Gele­gen­heit, Michi­gan aus der Sicht des Tou­ris­ten ken­nen­zu­ler­nen. Dabei ent­deck­te er Detroit als ehe­ma­li­ges Zen­trum des Auto­mo­bil­baus, fuhr nach Ann Arbor, in des­sen Zen­trum die Uni­ver­si­ty of Michi­gan gele­gen ist, und besuch­te Green­field Vil­la­ge, ein Frei­licht­mu­se­um, das sei­nen Besu­chern eine Rei­se in die Ver­gan­gen­heit von Michi­gan ermöglicht.

Mar­vin kam mit wun­der­vol­len Erin­ne­run­gen von sei­ner USA-Rei­se zurück und kann sich inzwi­schen vor­stel­len, an einem län­ge­ren Aus­tausch­pro­gramm teil­zu­neh­men. Er erzähl­te mir, dass er auf jeden Fall wie­der die Chan­ce ergrei­fen wür­de, an einer sol­chen Rei­se teil­zu­neh­men und hofft, dass auch ande­ren Jugend­li­chen in Zukunft die Mög­lich­keit gege­ben wird, ihren Hori­zont auf die­se Wei­se zu erweitern. 

Doreén Rit­ter
Klas­sen­leh­re­rin der 10d und Fach­leh­re­rin für Englisch
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin