Wenn aus einer Klasse ein Team wird

Seit zwei­ein­halb Mona­ten ler­nen nun die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der fünf neu­en 7. Klas­sen an unse­rer Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen der FAWZ gGmbH. Sie haben die Ein­schu­lung erlebt, die Ankomm­wo­che, das Prä­ven­ti­ons­thea­ter und das Sport­fest. Das wohl aber ein­drück­lichs­te Erleb­nis war die Ken­nen­lern­fahrt ins Jugend­bil­dungs­zen­trum Blossin.

Alles an die­ser Fahrt war irgend­wie auf­re­gend: die Unter­künf­te, das restau­ran­tähn­lich orga­ni­sier­te Essen, das Pro­gramm, die Frei­zei­ten … Wer­fen wir einen klei­nen Blick hin­ter die Kulis­sen die­ser Fahrt.

Nach Anrei­se an einem Mon­tag im Sep­tem­ber bzw. Okto­ber 2022 nah­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 7. Klas­sen die Finn­hüt­ten im Jugend­dorf von Blos­sin in Beschlag. Ein eige­nes Haus mit fünf oder sechs Gleich­alt­ri­gen zu tei­len, ist schon etwas Beson­de­res, vor allem, wenn die­se Häu­ser zwei Eta­gen haben und jeweils eige­ne klei­ne Wohn­be­rei­che abge­teilt sind. Hier zeig­te sich dann schnell, wer bei der Orga­ni­sa­ti­on eines Hau­ses den Über­blick behält. So gab es Schlüs­sel­ver­ant­wort­li­che, die zuwei­len die Schlüs­sel nicht fan­den, Zeit­wäch­ter, die ohne Han­dy total über­for­dert waren, und Ord­nungs­diens­te, die häu­fig eine ande­re Auf­fas­sung von Ord­nung hat­ten als die beglei­ten­den Lehr­kräf­te. Über kurz oder lan­ge stell­te sich aber her­aus, dass so eine Haus­ge­mein­schaft ein selbst­re­gu­lie­ren­des Sys­tem ist, das im Fal­le unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler immer dann Hand anleg­te, wenn das Cha­os zu groß wur­de. Die gro­ße Chan­ce dabei bestand für die gemein­sam woh­nen­den Jugend­li­chen in der Mög­lich­keit, sich gegen­sei­tig mit allen Stär­ken und Schwä­chen ken­nen­zu­ler­nen, und zwar ana­log, denn die Han­dys waren für die­se Fahrt zuhau­se geblieben.

Aber nicht nur die Haus­ge­mein­schaf­ten erfuh­ren in Blos­sin viel über­ein­an­der, auch die Klas­sen soll­ten zu einer Gemein­schaft geformt wer­den. Dabei hal­fen die Teame­rin­nen und Tea­mer des Jugend­bil­dungs­zen­trums mit den ver­schie­dens­ten Akti­vi­tä­ten. Beson­ders ein­drucks­voll ist mir als beglei­ten­de Lehr­kraft der Inli­ner-Kurs in Erin­ne­rung geblie­ben. Nach einem Fall­trai­ning und ver­schie­de­nen Fahr­übun­gen fan­den sich Mann­schaf­ten in der Klas­se 7c zusam­men, um Inli­ne-Hockey zu spie­len. Die gemisch­ten Teams spiel­ten abso­lut fair und rück­sichts­voll, alle freu­ten sich über die gefal­le­nen Tore, egal ob der Puck ins eige­ne Ziel ging oder in das gegnerische.
Eine ande­re Akti­vi­tät, die die Klas­sen als Teams bes­ser zusam­men­wach­sen ließ, war das Segeln. Zunächst lern­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, wie See­manns­kno­ten gebun­den wer­den, um dann mit einem Segel­boot raus auf den Wol­zi­ger See zu fah­ren. Dabei muss­ten eini­ge Klas­sen­teams eine Flau­te in Kauf neh­men, was dem Spaß am Segeln aber nicht abträg­lich war.
Wei­te­re Team­ak­ti­vi­tä­ten an den Vor- und Nach­mit­ta­gen und Abend­ver­an­stal­tun­gen wie Sport, Stock­brot­ba­cken, ein Film­abend und eine Dis­co run­de­ten das Pro­gramm ab.

Müde, aber als Klas­se gestärkt, kehr­ten unse­re Aben­teu­rer am Frei­tag­mit­tag von der Blos­sin-Woche in die Gesamt­schu­le Petersha­gen zurück. Alle Mit­rei­sen­den sind sich einig, dass die Ken­nen­lern­fahrt ein Erfolg war und freu­en sich auf die nächs­te Klas­sen­fahrt in Jahr­gangs­stu­fe 8.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin