Einladung zum Schulweihnachtsmarkt

Die Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen der FAWZ gGmbH, die Ihr Kind besucht, lädt nun bereits zum 12. Mal zum Schul-Weih­nachts­markt in Petersha­gen ein. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­rer Schu­le, deren Eltern und unse­re Lehr­kräf­te wer­den mit vie­len tra­di­tio­nel­len Stän­den unse­rem Schul­hof ein weih­nacht­li­ches Ant­litz geben.

 Wir laden Sie herz­lich ein, uns am

26. Novem­ber 2022 von 13:30 bis 17:30 Uhr

zu besu­chen und/oder die Umset­zung unse­res Weih­nachts­mark­tes aktiv zu unter­stüt­zen, indem Sie Ihren Kin­dern hel­fen, einen Stand zu betreuen.

 In poli­tisch und gesell­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten möch­ten wir die Welt­of­fen­heit unse­rer Schu­le zei­gen, die durch unse­re Lehr­kräf­te, die aus ver­schie­dens­ten Län­dern stam­men, unse­re Gast­schü­ler, die aus den unter­schied­lichs­ten Tei­len der Welt kom­men und unse­re gesam­te Schul­fa­mi­lie getra­gen wird. 

 Zu die­ser Offen­heit gehört es für uns, an Weih­nach­ten an sozi­al Schwä­che­re zu den­ken. Des­halb wird es in der Men­sa unse­rer Schu­le eine Wich­tel­pack­stra­ße geben, um klei­ne Weih­nachts­ge­schen­ke in Schuh­kar­tons zu ver­pa­cken und die­se an eine sozia­le Ein­rich­tung zu über­ge­ben. Wir bit­ten alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie Eltern unse­rer Schu­le, in den Kin­der- und Jugend­zim­mern nach­zu­se­hen, ob sich dort gut erhal­te­nes, aber unge­nutz­tes Spiel­zeug fin­det, Bücher, aber auch im Über­fluss an Ihre Kin­der ver­schenk­te Süßig­kei­ten und ähn­li­ches, die an ande­rer Stel­le eine klei­ne Weih­nachts­über­ra­schung wer­den kön­nen. Ihre Spen­den neh­men wir über die Klas­sen­leh­rer ab dem 16.11.2022 ent­ge­gen. Des Wei­te­ren suchen wir pro Klas­se 4 Schuhkartons. 

Als Dan­ke­schön kön­nen Sie auf unse­rem Weih­nachts­markt die glän­zen­den Augen der Wich­tel in der Pack­sta­ti­on sehen, sich an unse­ren Stän­den mit süßen und def­ti­gen Köst­lich­kei­ten aus aller Welt ver­wöh­nen las­sen und sich in Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen im L‑Bau über unse­re Schu­le infor­mie­ren. Nut­zen Sie die Mög­lich­keit, mit uns über unse­re Schu­le und unse­re Arbeit ins Gespräch zu kommen.

Wir freu­en uns auf Sie! 

 

Neues Format einer Berufsorientierungsmesse

Am 19.10.2022 fand an unse­rer Schu­le eine Berufs­ori­en­tie­rungs­mes­se für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 10. Klas­sen statt. Neu an die­ser Mes­se war das Format:

Aus­ge­wähl­te regio­na­le Unter­neh­men haben sich nicht nur mit einem Mes­se­stand prä­sen­tiert, son­dern haben in jeder der fünf zehn­ten Klas­sen in einer Unter­richts­stun­de einen Work­shop durch­ge­führt. Das ermög­lich­te den Fir­men­ver­tre­tern den Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Unter­neh­mens­pro­fil geziel­ter näher­zu­brin­gen, als das in einem kur­zen Gespräch an einem Mes­se­stand mög­lich gewe­sen wäre.

Die ver­tre­te­nen regio­na­len Unter­neh­men, wie Cemex, Stra­bag, die IHK, die Imma­nu­el-Kli­nik Rüders­dorf und BB Obst aus Wesen­dahl in Koope­ra­ti­on mit dem Gar­ten­bau­ver­band Ber­lin-Bran­den­burg, haben ihre Aus­bil­dungs­be­ru­fe, die Inhal­te der Aus­bil­dung, die jewei­li­gen unter­neh­mens­be­zo­ge­nen Leis­tun­gen wäh­rend der Aus­bil­dung und die Vor­aus­set­zun­gen für eine Aus­bil­dung in ihrem Unter­neh­men erläu­tert. Unter­stützt wur­den sie dabei teil­wei­se von Aus­zu­bil­den­den, die sehr ger­ne und offen Fra­gen beant­wor­tet haben.
Manch­mal sorg­ten die Ant­wor­ten für Erstau­nen unter den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, so z.B. als eine Cemex-Aus­zu­bil­den­de im letz­ten Lehr­jahr berich­te­te, dass sie bereits jetzt einen Arbeits­ver­trag unter­schrie­ben hat, der ihr als Jung­fach­ar­bei­te­rin (Anla­gen­me­cha­tro­ni­ke­rin) ein monat­li­ches Gehalt in Höhe von 3.300 Euro zusi­chert. Eben­so waren die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erstaunt, dass die Imma­nu­el-Kli­nik Rüders­dorf ein berufs­be­glei­ten­des Medi­zin­stu­di­um anbietet.
Ergänzt wur­de die Mes­se im Aus­stel­lungs­be­reich durch den Jugend­club Petersha­gen und die Beruf­li­che Schu­le „Pau­la Fürst“ der FAWZ gGmbH. Die­se stell­ten Berufs­aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten im sozia­len Bereich vor.

Für die Schü­le­rin­nen und Schü­lern war die­ser direk­te Kon­takt zu den Unter­neh­mens­ver­tre­tern eine enor­me Hil­fe. Eine Rei­he von ihnen hat den direk­ten Kon­takt zu den Unter­neh­men genutzt, um sich für einen Prak­ti­kums­platz im Janu­ar 2023 zu bewerben.

Das von unse­rer Schu­le ent­wi­ckel­te neue For­mat der Berufs­ori­en­tie­rungs­mes­se wur­de von unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­ler als sehr infor­ma­tiv emp­fun­den. Auch alle Unter­neh­mens­ver­tre­ter haben die Mes­se als sehr erfolg­reich ein­ge­schätzt und den Wunsch auf Wie­der­ho­lung im nächs­ten Jahr geäußert.

Gerd Hen­ning
Koor­di­na­tor Berufs- und Studienorientierung

Wenn aus einer Klasse ein Team wird

Seit zwei­ein­halb Mona­ten ler­nen nun die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der fünf neu­en 7. Klas­sen an unse­rer Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen der FAWZ gGmbH. Sie haben die Ein­schu­lung erlebt, die Ankomm­wo­che, das Prä­ven­ti­ons­thea­ter und das Sport­fest. Das wohl aber ein­drück­lichs­te Erleb­nis war die Ken­nen­lern­fahrt ins Jugend­bil­dungs­zen­trum Blossin.

Alles an die­ser Fahrt war irgend­wie auf­re­gend: die Unter­künf­te, das restau­ran­tähn­lich orga­ni­sier­te Essen, das Pro­gramm, die Frei­zei­ten … Wer­fen wir einen klei­nen Blick hin­ter die Kulis­sen die­ser Fahrt.

Nach Anrei­se an einem Mon­tag im Sep­tem­ber bzw. Okto­ber 2022 nah­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 7. Klas­sen die Finn­hüt­ten im Jugend­dorf von Blos­sin in Beschlag. Ein eige­nes Haus mit fünf oder sechs Gleich­alt­ri­gen zu tei­len, ist schon etwas Beson­de­res, vor allem, wenn die­se Häu­ser zwei Eta­gen haben und jeweils eige­ne klei­ne Wohn­be­rei­che abge­teilt sind. Hier zeig­te sich dann schnell, wer bei der Orga­ni­sa­ti­on eines Hau­ses den Über­blick behält. So gab es Schlüs­sel­ver­ant­wort­li­che, die zuwei­len die Schlüs­sel nicht fan­den, Zeit­wäch­ter, die ohne Han­dy total über­for­dert waren, und Ord­nungs­diens­te, die häu­fig eine ande­re Auf­fas­sung von Ord­nung hat­ten als die beglei­ten­den Lehr­kräf­te. Über kurz oder lan­ge stell­te sich aber her­aus, dass so eine Haus­ge­mein­schaft ein selbst­re­gu­lie­ren­des Sys­tem ist, das im Fal­le unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler immer dann Hand anleg­te, wenn das Cha­os zu groß wur­de. Die gro­ße Chan­ce dabei bestand für die gemein­sam woh­nen­den Jugend­li­chen in der Mög­lich­keit, sich gegen­sei­tig mit allen Stär­ken und Schwä­chen ken­nen­zu­ler­nen, und zwar ana­log, denn die Han­dys waren für die­se Fahrt zuhau­se geblieben.

Aber nicht nur die Haus­ge­mein­schaf­ten erfuh­ren in Blos­sin viel über­ein­an­der, auch die Klas­sen soll­ten zu einer Gemein­schaft geformt wer­den. Dabei hal­fen die Teame­rin­nen und Tea­mer des Jugend­bil­dungs­zen­trums mit den ver­schie­dens­ten Akti­vi­tä­ten. Beson­ders ein­drucks­voll ist mir als beglei­ten­de Lehr­kraft der Inli­ner-Kurs in Erin­ne­rung geblie­ben. Nach einem Fall­trai­ning und ver­schie­de­nen Fahr­übun­gen fan­den sich Mann­schaf­ten in der Klas­se 7c zusam­men, um Inli­ne-Hockey zu spie­len. Die gemisch­ten Teams spiel­ten abso­lut fair und rück­sichts­voll, alle freu­ten sich über die gefal­le­nen Tore, egal ob der Puck ins eige­ne Ziel ging oder in das gegnerische.
Eine ande­re Akti­vi­tät, die die Klas­sen als Teams bes­ser zusam­men­wach­sen ließ, war das Segeln. Zunächst lern­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, wie See­manns­kno­ten gebun­den wer­den, um dann mit einem Segel­boot raus auf den Wol­zi­ger See zu fah­ren. Dabei muss­ten eini­ge Klas­sen­teams eine Flau­te in Kauf neh­men, was dem Spaß am Segeln aber nicht abträg­lich war.
Wei­te­re Team­ak­ti­vi­tä­ten an den Vor- und Nach­mit­ta­gen und Abend­ver­an­stal­tun­gen wie Sport, Stock­brot­ba­cken, ein Film­abend und eine Dis­co run­de­ten das Pro­gramm ab.

Müde, aber als Klas­se gestärkt, kehr­ten unse­re Aben­teu­rer am Frei­tag­mit­tag von der Blos­sin-Woche in die Gesamt­schu­le Petersha­gen zurück. Alle Mit­rei­sen­den sind sich einig, dass die Ken­nen­lern­fahrt ein Erfolg war und freu­en sich auf die nächs­te Klas­sen­fahrt in Jahr­gangs­stu­fe 8.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin

Tag der offenen Tür und Weihnachtsmarkt am 26. November 2022

Wir laden Sie und Ihre Kin­der recht herz­lich ein zu unse­rem Tag der offe­nen Tür und Weih­nachts­markt. Ler­nen Sie unse­re Schu­le ken­nen und erfah­ren mehr dar­über, was es bedeu­tet, Teil einer von Viel­falt gepräg­ten Schul­fa­mi­lie zu sein. In Prä­sen­ta­tio­nen und Ein­zel­ge­sprä­chen erklä­ren wir die Beson­der­hei­ten unse­res Schul­kon­zep­tes, geben Ein­bli­cke in unse­ren Schul­all­tag und prä­sen­tie­ren unse­re Gemeinschaft.

Unser Team der Gesamt­schu­le mit gyna­sia­ler Oberstufe 
Petersha­gen der FAWZ gGmbH freut sich auf Ihren Besuch!


 

 

Wir bleiben clean

Prä­ven­ti­ons­wo­che an der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petershagen

Seit zwei Jah­ren führt unse­re Schu­le das Prä­ven­ti­ons­pro­jekt „Clean blei­ben“ durch, des­sen Ziel es ist, Jugend­li­chen Wege zur Kon­flikt­be­wäl­ti­gung ohne Dro­gen und Gewalt auf­zu­zei­gen und mit ihnen neue Per­spek­ti­ven zu erar­bei­ten. Dafür kommt der aus­ge­bil­de­te Trai­ner Ben­ja­min Tar­gan jedes Jahr für meh­re­re Tage in die Schu­le. Das Beson­de­re an die­sem Trai­ner: Er selbst ist ein ehe­ma­li­ger Inhaf­tier­ter. Heu­te arbei­tet er als Pro­jekt­ko­or­di­na­tor im Ver­ein „Gefan­ge­ne hel­fen Jugend­li­chen“. Sein Erfolgs­re­zept basiert neben sei­ner Authen­ti­zi­tät dar­auf, dass er den Jugend­li­chen, mit denen er arbei­tet, auf Augen­hö­he begegnet. 
Neben Gesprächs­krei­sen sind auch Rol­len­spie­le Teil des Prä­ven­ti­ons­pro­gramms, bei dem die Jugend­li­chen mit­ein­an­der spre­chen, um Kon­flik­te ohne Gewalt zu lösen. Sie sol­len ler­nen, Ver­trau­en zu ande­ren auf­zu­bau­en und das Gegen­über zu akzep­tie­ren, wie es ist.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 8b berich­te­ten nach ihrem Work­shop Ende Sep­tem­ber von ihren posi­ti­ven Erleb­nis­sen. „Herr Tar­gan ist ein coo­ler Typ, er spricht unse­re Spra­che. In den Rol­len­spie­len bringt er uns vor allem Team­geist bei.“ 
Das Leh­rer­team der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen ist sich einig, dass „Gefan­ge­ne hel­fen Jugend­li­chen“ einen sehr pra­xis­ori­en­tier­ten Lösungs­an­satz hat. Ehe­mals Betrof­fe­ne ver­mit­teln Jugend­li­chen die Fol­gen von Straf­ta­ten und Gewalt. Sie inter­ve­nie­ren auf einer ande­ren Ebe­ne als klas­si­sche Prä­ven­ti­ons­pro­gram­me. Die Trai­ner gehen mit den Jugend­li­chen in die Kon­fron­ta­ti­on und sen­si­bi­li­sie­ren sie dadurch.

Abge­run­det wur­de die dies­jäh­ri­ge Prä­ven­ti­ons­wo­che durch ein Thea­ter­pro­gramm der Kul­tur­schu­le Leip­zig für Klas­sen­stu­fe 7, das sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler am 5. Okto­ber in der Gie­bel­see­hal­le ansa­hen. Im Stück geht es um Maik, der begon­nen hat, ab und zu zusam­men mit Freun­den Alko­hol zu trin­ken, um „ein biss­chen abzu­schal­ten“. Durch sei­nen Kon­sum ver­schafft er sich eine ande­re Rea­li­tät, Min­der­wer­tig­keits­ge­füh­le und Hem­mun­gen wer­den so ver­ges­sen, zu Mäd­chen kommt er leich­ter in Kon­takt. Aber sei­ne schu­li­schen Leis­tun­gen neh­men ab, er bekommt nicht mit, dass sei­ne Freun­de sich immer mehr von ihm distan­zie­ren. Als sei­ne Freun­din sich von ihm trennt, ver­liert er die Kontrolle…

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­rer 7. Klas­sen wur­den durch das Stück auf eine direk­te und doch zuschau­en­de Wei­se an die Gefah­ren von Alko­hol und even­tu­el­le Fol­gen her­an­ge­führt. In einer nach­fol­gen­den Gesprächs­run­de mit den Schau­spie­lern konn­ten sie dann ihre Fra­gen zum The­ma stel­len und eine Bril­le aus­pro­bie­ren, die das ein­ge­schränk­te Gesichts­feld nach dem Kon­sum von Alko­hol simuliert. 
Auch Tage spä­ter waren das The­ma des Stücks und die Erfah­rung der Simu­la­ti­ons­bril­le noch im Gespräch, sodass dadurch ein Refle­xi­ons­pro­zess ange­sto­ßen wur­de, den wir bald in unse­rem nächs­ten Prä­ven­ti­ons­bau­stein wie­der auf­grei­fen werden.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin

 

Holz mit Geschichte(n)

Als Emi­lia sich vor etwa zwei Jah­ren das ers­te Mal im Rah­men eines Schul­pro­jek­tes mit einer Unter­neh­mens­grün­dung beschäf­tigt hat, war der ent­ste­hen­de Geschäfts­plan rei­ne Fik­ti­on. Doch schnell wur­de aus die­ser Fik­ti­on eine hand­fes­te Idee.

Emi­lia Thu­ma, Schü­le­rin der 10. Klas­se der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen, hat das Unter­neh­men „Der Holz­specht“ gegrün­det, das heu­te auf Wochen­märk­ten und im Inter­net mit Erfolg sei­ne Pro­duk­te anbie­tet. Dabei setzt Emi­lia auf Nach­hal­tig­keit. Aus dem Holz regio­na­ler Bäu­me fer­tigt sie ein­zig­ar­ti­ge Deko­ra­ti­ons- und Schmuck­ele­men­te. Dabei setzt sie auf die Ein­zig­ar­tig­keit der Holz­struk­tur eines jeden Bau­mes, den sie ver­ar­bei­tet, und wählt das zu ver­wen­den­de Holz mit Bedacht für den Kun­den aus, den sie vor­her genau ken­nen­ge­lernt hat. Für ihre Arbeit ver­wen­det Emi­lia Kala­mi­täts­holz, d.h. Holz, das als Ergeb­nis von Sturm­schä­den, Tro­cken­heit oder Schäd­lings­be­fall für eine wei­te­re Nut­zung ver­füg­bar ist.

Mit ihrer Geschäfts­idee reis­te Emi­lia vor zwei Mona­ten in die Schweiz, um dort am Jugend­grün­der­wett­be­werb Youth­Start teil­zu­neh­men. Im Gepäck hat­te sie ein im Dun­keln leuch­ten­des Schnei­de­brett, das aus dem Holz eines auf dem Nach­bar­grund­stück ihres Wohn­hau­ses umge­stürz­ten Bau­mes ent­stan­den war. Den fluo­res­zie­ren­den Effekt hat­te Emi­lia ein­ge­ar­bei­tet, um an die ursprüng­li­che Nut­zung des Bau­mes als Trä­ger von Lich­ter­ket­ten bei Gar­ten­par­tys zu erin­nern. Die über­zeu­gen­de Dar­stel­lung ihrer Geschäfts­idee brach­te Emi­lia im Wett­be­werbs­be­reich „Real Mar­ket“ den 2. Platz auf euro­päi­scher Ebe­ne ein.

Mit dem Ver­kauf ihrer Pro­duk­te geht für Emi­lia ein Ver­spre­chen ein­her. Sie möch­te nicht nur Holz nut­zen, son­dern auch dabei hel­fen, Bäu­me zu pflan­zen. Des­halb steht nun seit Ende Sep­tem­ber ein Baum der Fir­ma „Der Holz­specht“ auf dem Gelän­de der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen. Die­sen hat Emi­lia mit Hil­fe der Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihrer Klas­se gepflanzt. Alle hof­fen nun dar­auf, dass die­ser Baum im nächs­ten Jahr schon die ers­ten Früch­te tra­gen wird.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin

 

Gesamtschule Petershagen goes international again

Seit vie­len Jah­ren arbei­tet unse­re Schu­le auf ver­schie­de­nen Ebe­nen inter­na­tio­nal. Ein gro­ßer Teil unse­res Schul­le­bens vor der Pan­de­mie waren Aus­tausch­pro­gram­me mit ver­schie­de­nen Län­dern. Nun neh­men unse­re Pro­jek­te wie­der Fahrt auf.

Zusam­men­ar­beit mit Austauschorganisationen 
Die Pro­gram­me „Ger­man Lan­guage School Ber­lin“ und „Youth for Under­stan­ding“ sind seit vie­len Jah­ren fes­te Part­ner in unse­rer inter­na­tio­na­len Arbeit. Mehr als 20 Jugend­li­che aus aller Welt haben in die­sem Rah­men bei uns bereits die Schu­le besucht. 
Zum Schul­start 2022/23 begrüß­ten wir am 22. August Gäs­te aus Bra­si­li­en und Mexi­ko, die bei uns ein Jahr die Schu­le besu­chen werden.

Zusam­men­ar­beit mit der Deut­schen Schu­le in Are­qui­pa, Peru 
Letzt­ma­lig im Jahr 2020 besuch­ten Schü­le­rin­nen Schü­ler aus Are­qui­pa unse­re Gesamt­schu­le und nah­men hier für zwei Mona­te am Unter­richt teil. Unter­ge­bracht waren die Jugend­li­chen in Fami­li­en unse­rer Jugend­li­chen und lern­ten so, wie Deut­sche leben und arbeiten. 
Eine Neu­auf­la­ge des Aus­tau­sches ist für Oktober/November die­ses Jah­res geplant. Der­zeit suchen wir Gast­fa­mi­li­en für acht perua­ni­sche Jugend­li­che. Die unter­brin­gen­den Fami­li­en haben dann die Mög­lich­keit, ihre Kin­der ihrer­seits für eini­ge Wochen nach Peru zu schicken.

Neue Schu­le für ukrai­ni­sche Jugendliche
Wir hel­fen dabei, ukrai­ni­schen Jugend­li­chen eine neue schu­li­sche Per­spek­ti­ve zu geben. Der­zeit ler­nen zehn Jun­gen und Mäd­chen aus der Ukrai­ne in ver­schie­de­nen Jahr­gangs­stu­fen an unse­rer Gesamt­schu­le. Die Sprach­bar­rie­re wird dabei zuneh­mend gerin­ger, auch weil unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sich als welt­of­fen und hilfs­be­reit erwie­sen haben.

ERAS­MUS-Aus­tausch mit dem Cole­gio Zola in Madrid
Im Rah­men unse­res Pro­jek­tes „Green Visi­ons“ (Nach­hal­ti­ge Beru­fe in einer moder­nen Welt) koope­riert unse­re Gesamt­schu­le mit dem Cole­gio Zola. Die am Pro­jekt teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler beschäf­ti­gen sich mit dem Arbeits­markt und der zuneh­men­den Not­wen­dig­keit, nach­hal­tig zu leben und zu arbei­ten. Im Zuge des Pro­jekts soll eine Daten­bank ent­ste­hen, die die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten eines nach­hal­ti­gen Berufs­le­bens doku­men­tie­ren wird. 
Im Sep­tem­ber 2022 wer­den die spa­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­re Schu­le besu­chen, der Ter­min für den Gegen­be­such wird der­zeit vereinbart.

Nach­bar­land Polen
Das Deutsch-Pol­ni­sche Jugend­werk unter­stützt unse­re Schu­le beim Kon­takt­auf­bau mit einem Lyze­um in Polen. Auch hier soll das Pro­jekt „Green Visi­ons“ eine Rol­le spie­len. Ins­be­son­de­re die Berei­che Land­wirt­schaft und Trans­port sind von gro­ßem Inter­es­se. Die Pol­nisch-Grup­pe unse­rer Schu­le hat bereits begon­nen, sich in das The­ma einzuarbeiten.

Going Green“ mit der Ame­ri­ka­ni­schen Botschaft
„Going Green“ ist ein trans­at­lan­ti­sches Blen­ded-Lear­ning-Pro­jekt der US-Bot­schaft in Ber­lin, in des­sen Rah­men deut­sche und US-ame­ri­ka­ni­sche Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Hil­fe digi­ta­ler Medi­en an umwelt­po­li­ti­schen The­men arbei­ten und mit ihren Pro­jekt­ideen an einem Wett­be­werb teil­neh­men können.
Unse­re Gesamt­schu­le hat bereits zuvor am Pro­gramm teil­ge­nom­men und plant auch in die­sem Jahr, im Rah­men der Frei­ar­beit und in der Ein­füh­rungs­pha­se zum Abitur, Ideen für ein nach­hal­ti­ge­res Leben zu ent­wi­ckeln und zu präsentieren.

Inter­na­tio­na­les Lehrerteam
Welt­of­fen­heit zeigt sich an unse­rer Schu­le nicht nur in der Schü­ler­schaft und in Unter­richts­pro­jek­ten, son­dern auch in der Diver­si­tät des Leh­rer­teams. Unse­re Schü­ler wer­den von Mit­ar­bei­tern aus aller Welt unter­rich­tet, z.B. Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en, Russ­land, der Ukrai­ne, Däne­mark, Kroa­ti­en, Ser­bi­en, um nur eini­ge zu nen­nen. Eine bes­se­re Mög­lich­keit, ver­schie­de­ne Sicht­wei­sen ken­nen­zu­ler­nen und Spra­chen zu erler­nen, kann es an einer Schu­le kaum geben.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin

Englisch-Cracks trotz Pandemie

Jähr­lich neh­men in neun ver­schie­de­nen euro­päi­schen Län­dern über eine hal­be Mil­li­on Schü­le­rin­nen und Schü­ler am Eng­lisch-Wett­be­werb THE BIG CHALLENGE teil – über 230.000 davon kom­men aus Deutschland.

Unse­re Schu­le hat sich auch 2022 am Wett­be­werb betei­ligt und schick­te fast 400 Schü­le­rin­nen und Schü­ler ins Online-Ren­nen um die bes­ten Plät­ze. Die Teil­neh­men­den bear­bei­te­ten dabei einen Fra­ge­bo­gen, der den inhalt­li­chen Fokus auf bestimm­te Fer­tig­kei­ten wie funk­tio­na­le kom­mu­ni­ka­ti­ve Kom­pe­ten­zen, inter­kul­tu­rel­les Wis­sen und auch Gram­ma­tik und Wort­schatz legt. Auf­re­gend ist in jedem Jahr die Aus­wer­tung des Wett­be­werbs. Jede Schu­le erhält eine Aus­wer­tung auf Bundes‑, Lan­des- und Schulebene.

In die­sem Jahr waren wir beson­ders, denn wir stel­len in zwei Jahr­gangs­stu­fen den 2. Platz auf Lan­des­ebe­ne sowie in zwei Jahr­gangs­stu­fen den 4. Platz auf Lan­des­ebe­ne. Aber auch die Schul­aus­wer­tung zeigt, dass sich vie­le unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf einem hohen Niveau der Sprach­kom­pe­tenz bewe­gen. Alle Anstren­gun­gen wur­den mit pas­sen­den Prei­sen und Urkun­den belohnt.

Eine Medail­le bzw. einen Pokal für ihre Leis­tung erhielten:

  • Bai­ley Win­ter (Klas­se 7) für den 2. Platz auf Landesebene
  • Eric Küh­nert (Klas­se 9) für den 2. Platz auf Landesebene
  • Edgar Laf­e­ry (Klas­se 8) für den 4. Platz auf Landesebene
  • Mar­tin Mili­novic (Klas­se 9) für den 4. Platz auf Landesebene

Wir gra­tu­lie­ren allen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern zu ihren Erfol­gen und wün­sche wei­ter­hin viel Spaß und Moti­va­ti­on beim Erler­nen der eng­li­schen Sprache.

Doreén Rit­ter
Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin

Helfen hilft!

Krieg ist etwas, das unse­ren Kin­dern und Jugend­li­chen bis­her nur aus Geschichts­bü­chern und Nach­rich­ten bekannt war. Die­se Nach­rich­ten bezo­gen sich immer auf weit ent­fern­te Län­der, sodass das, was wir eine „unmit­tel­ba­re Bedro­hung“ nen­nen, für unse­re Schüler*innen bis­her nicht greif­bar war.

Das änder­te sich in der Nacht vom 23. zum 24.02.2022, als Russ­land die Ukrai­ne angriff. Wäh­rend in den ers­ten bei­den Tagen des Krie­ges Ungläu­big­keit die Gesprä­che in den Gän­gen und Klas­sen­räu­men unse­rer Schu­le bestimm­te, ent­stan­den in den Fol­ge­ta­gen Fra­gen nach dem Grund und der Sinn­haf­tig­keit die­ses Krie­ges, aber auch Fra­gen danach, wie weit der Krieg eigent­lich von uns ent­fernt ist. Die­sen Fra­gen gin­gen unse­re Schüler*innen und Lehr­kräf­te in Unter­rich­ten wie Geo­gra­fie, LER, PB aber auch in den Klas­sen­lei­ter­stun­den nach.

Die Quint­essenz der Gesprä­che wur­de zur Leit­fra­ge für eine Akti­on, die die Gesamt­schu­le Petersha­gen seit­dem beschäf­tigt: Was kön­nen wir tun?

Wir haben uns ent­schie­den, die huma­ni­tä­re Lage in der Ukrai­ne in den Fokus unse­rer Auf­merk­sam­keit zu rücken und unse­ren Schüler*innen die Mög­lich­keit zu geben, am 10. und 11. März 2022 Sach­spen­den in der Schu­le abzu­ge­ben, um einen Bei­trag dazu zu leis­ten, dass die vom Krieg betrof­fe­nen Men­schen wis­sen, dass sie nicht allein sind.

Unse­re Spen­den­ak­ti­on akti­vier­te nicht nur unse­re Schüler*innen, son­dern auch vie­le Eltern, die Hygie­ne­ar­ti­kel, Baby­nah­rung, Ver­bands­ma­te­ria­len und Medi­ka­men­te, Decken, Schlaf­sä­cke und vie­les mehr zusam­men­pack­ten und mit in die Schu­le gaben. Vie­le Eltern mel­de­ten sich als Frei­wil­li­ge in der Schul­lei­tung, um zu hel­fen, die Spen­den zu sor­tie­ren, weil sie einer­seits die Not­la­ge der Ukrai­ne für eben­so uner­träg­lich hal­ten, wie wir als Schu­le, ande­rer­seits weil sie das Enga­ge­ment unse­rer Schu­le unter­stüt­zen wollten.

Dazu äußer­te eine Mut­ter, die am 11.03.2022 beim Sor­tie­ren half: „Ich fin­de es super, dass die Schu­le in die­ser Wei­se auf die Sor­gen und Ängs­te unse­rer Kin­der ein­ge­gan­gen ist. Die Kin­der sehen sich erst­ge­nom­men und haben das Gefühl, nicht ein­fach taten­los zuzu­se­hen.“ Unse­re Schüler*innen äußer­ten sich in ähn­li­cher Wei­se: „Ich spen­de Din­ge aus mei­nem per­sön­li­chen Umfeld, um zu zei­gen, dass es Wich­ti­ge­res für uns hier geben soll­te als mate­ri­el­les Glück. Ich spen­de, weil ich für den Frie­den bin und das ist mei­ne Art, die­se Über­zeu­gung auch für die Men­schen in der Ukrai­ne sicht­bar zu machen.“ (Lau­ra Wit­tek, Klas­se 12)

Die Spen­den wer­den am 16.03.2022 mit zwei gro­ßen Trans­por­tern der FAWZ gGmbH nach Ebers­wal­de zum Ver­ein Finow e.V. gebracht. Wäh­rend das geschieht, den­ken die Schüler*innen unse­rer Gesamt­schu­le dar­über nach, ob es mit­hil­fe des Deutsch-Pol­ni­schen Jugend­werks mög­lich ist, einen per­sön­li­chen Kon­takt zu Schu­len in der Ukrai­ne auf­zu­bau­en, um zu sehen, wie wei­ter gehol­fen wer­den kann.

Doreén Rit­ter — Stell­ver­tre­ten­de Schulleiterin 
der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Petersha­gen der FAWZ gGmbH